Herzliche Einladung zur Bürgerbeteiligung am 12./13. April 2022

BMI Modellprojekt Smart Cities

Über das
Projekt

Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung & Digitalisierung

• Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

• Seit 2019 – 3 Staffeln – 73 Modellprojekte

• 820 Mio. Euro

• Entwicklung von Smart City Strategien und Umsetzung von Maßnahmen

Projekt „Smart Region AUF“
• Bewerbung, Antrag & Durchführung als interkomunales Konsortium
• 2.Staffel – Motto: „Gemeinwohl und Netzwerkstadt / Stadtnetzwerk
• Gefördert mit 6,3 Mio. Euro
• Strategiephase November 2020 – Oktober 2022
• Umsetzungsphase ab Februar 2022 – Januar 2027

Smarte Region beschreibt den Prozess neue, innovative Ideen mit Hilfe der Digitalisierung in unsere Region zu bringen und gleichzeitig Bewährtes zu schützen. Wir möchten unsere Tradition und unser Erbe erfolgreich in die Zukunft führen.

Mit dem Projekt Smart Region AUF stellen sich die drei Gemeinden Apfeldorf, Unterdießen und Fuchstal als interkommunaler Zusammenschluss stellvertretend den Herausforderungen vieler Kommunen im ländlichen Raum.

Ausgelöst durch den gesellschaftlichen Wertewandel verändert sich die Identität des ländlichen Raums. Aus vormaligen Bauerndörfern, werden Wohndörfer. Statt Ackerbau wird Energiewirtschaft betrieben – und zwar nachhaltig und im Einklang mit dem Klimaschutz – so funktioniert Daseinsvorsorge heute.

Zusätzlich müssen Kommunen auf die durch Corona veränderten Bedingungen der Bildungs- und Arbeitslandschaft reagieren. Dies, wie auch die Notwendigkeit zur Digitalisierung kommunaler Services und Angebote, sind die gegenwärtigen Treiber der Regionalplanung.

Um zukunftsfähig zu bleiben, muss das Gemeinwohl im ländlichen Raum gestärkt werden und die Dorfgemeinschaft auch im digitalen Zeitalter erhalten bleiben. Die Gemeinden Apfeldorf, Unterdießen und Fuchstal sind als interkommunale Kooperation „Smart Region AUF“ im Wettbewerb „Smart Cities“ angetreten. Wir konnten die Jury überzeugen und sind stolz, eine von 32 bundesweiten Modellprojekten zu sein.

Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Bis Mitte des Jahres 2022 wird nun eine auf unsere Region angepasste Strategie entwickelt, die dann in der anschließenden Umsetzungsphase verwirklicht werden soll.
Was ist Smart City? Nicht zuletzt durch die Corona-Krise wurde deutlich, wie wichtig eine funktionsfähige digitale Infrastruktur ist. Um beispielsweise Behördengänge ortsunabhängig zu erledigen, Homeschooling oder Homeoffice nutzen zu können, kommunale Entscheidungsprozesse oder auch Vereinsarbeit durchzuführen, sind schon heute digitale Dienste unabdingbar. Doch in vielen Bereichen wird deutlich, dass wir noch lange nicht am Ziel sind und ein großer Verbesserungsbedarf besteht.

„Smart City“ steht im deutschen für „intelligente Stadt“. Intelligent wird eine Stadt oder Kommune v.a. dann, wenn mit Hilfe von Digitalisierung das tägliche Leben vereinfacht und angenehmer gestaltet wird. Es geht also um die Erleichterung von Abläufen, um Effizienzsteigerung, um einen besseren Kenntnisstand, um Mitgestaltung und natürlich um Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Darüber hinaus bietet die Digitalisierung innovative Lösungswege für die verschiedenen Herausforderungen, die unsere Region treffen.
Verantwortlich für die Umsetzung des Förderprojektes ist die Projektgemeinschaft der Smart Region AUF unter Federführung der Gemeinde Fuchstal.

Zur Unterstützung bei der strategischen Planung und deren Umsetzung werden s.g. „lokale Akteurspartnerschaften“ geschlossen, die neben den Interessensvertretungen durch Bürger*innen auch ausgewählte Expert*innen und Technologiepartner*innen sowie wissenschaftliche Institute und Hochschulen umfassen.
Die Laufzeit des Projektes erstreckt sich über einen Zeitraum von sieben Jahren, d.h. bis zum Jahr 2027. In regelmäßigen Abständen wird über den Projektfortschritt in den Handlungsfeldern berichtet.

Die entstehenden Projektideen und umzusetzenden Maßnahmen sollen letztlich der Steigerung der Lebensqualität und Wohnattraktivität für alle Bürger*innen dienen. Um die Maßnahmen daher eng an den lokalen Gegebenheiten und Bedürfnissen zu entwickeln, sollen frühzeitig die entsprechenden Zielgruppen informiert und aktiv eingebunden werden. Neben Fragebögen-Aktionen sind zudem Workshops geplant. Darüber hinaus sollen im Zeitverlauf weitere geeignete Beteiligungsformate durchgeführt werden.

Smarte Bildungsräume

physisch & virtuell

Während in der öffentlichen Debatte Konsens darüber herrscht, dass enormer Nachholbedarf bei der Digitalisierung im Allgemeinen besteht, hat die Pandemie jedoch auch gezeigt, dass Kommunen nicht nur den Auftrag haben, ihren Einwohner*innen digitale Dienste anzubieten, sondern auch die notwendigen Grundvoraussetzungen für deren Nutzung zu schaffen: Infrastruktur und Kompetenz zur Anwendung dieser Dienste, um sicherzustellen, dass alle Alters- und Gesellschaftsgruppen unserer Gemeinden in diesem unaufhaltsamen Digitalisierungsprozess mitgenommen und einbezogen werden.

Smarte Bildung, Wissensvermittlung und Kompetenzaufbau sehen wir daher nicht nur als Chance, sondern als zentrale Aufgabe einer smarten (ländlichen) Region.
Eine Antwort auf diese Herausforderung ist die Einrichtung von smarten Bildungsräumen, die in unseren Gemeinden entstehen sollen, um ein Bildungsangebot zu ermöglichen, das ganzheitlich, barrierefrei und gebündelt abrufbar ist und alle Bürger*innen in den Digitalisierungsprozess einbezieht. Dazu werden verschiedene Räume in unseren Kommunen mit geeigneter Infrastruktur zur digitalen Vernetzung und verschiedenen technischen Geräten ausgestattet. Somit entstehen mehrere Reallabore für die Anwendung digitaler Medien und Lernformen. Daneben werden mit verschiedenen Akteurspartnern zielgruppengerechte Lehr- und Lernkonzepte als Angebot entwickelt. Auf diese Weise werden digitale und physische Bildungsangebote verknüpft und ermöglichen allen Bürger*innen unabhängig von der digitalen Vorbildung den Einstieg oder die Weiterbildung im Umgang mit digitalen Medien und Angeboten.
Zur Entwicklung und Umsetzung der Maßnahme werden, neben Spezialisten und Technologiepartnern, Akteure aus Zivilgesellschaft und Verwaltung als potentielle Nutzer sowie Bildungsträger und -einrichtungen als Anbieter möglicher Bildungsangebote einbezogen.
Die Laufzeit zur Entwicklung und Umsetzung der Smarten Bildungsräume erstreckt sich über einen Zeitraum von sieben Jahren, d.h. bis zum Jahr 2027. In der Strategiephase sollen mögliche Standorte und Formen der smarten Bildungsräume analysiert und entwickelt sowie die infrastrukturellen Grundlagen geschaffen werden.

Smarte Kommune

bürgernah & vernetzt

Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig eine digitale Vernetzung im ländlichen Raum ist und welchen Stellenwert der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Verbesserung der Kommunikationsprozesse zwischen Kommune und Bürger*innen hat. Aber auch zur Stärkung der Dorfgemeinschaft und zur Unterstützung des Miteinanders, des Vereinslebens und der Wirtschaft wollen wir mit diesem Handlungsfeld einen Beitrag leisten.

Im Handlungsfeld „Smarte Kommune“ sollen durch den Einsatz digitaler Technologien neue Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Bürger*innen und Kommune erprobt werden. Ziel ist es, mit Unterstützung von digitalen Technologien, Prozesse des täglichen Lebens zu vereinfachen und angenehmer zu gestalten. Des Weiteren sehen wir die Notwendigkeit neue digitale Bürgerservices anzubieten und neue Wege zur Mitgestaltung und zur Verbesserung des Miteinanders in unserer Region zu erproben.
Mit dem Handlungsfeld „Smarte Kommune“ wollen wir die Möglichkeit der Einbindung digitaler Technologien zur Erhöhung der Lebensqualität in unserer Region analysieren und erproben. Hierbei ist es uns wichtig herauszustellen, dass die Digitalisierung keinem Selbstzweck dient, sondern zu Mehrwerten in folgenden Maßnahmenräumen führt:

  • Kommunikation der Bürger*innen mit der Kommune und untereinander

  • Digitalisierung und Effizienzsteigerung von Abläufen innerhalb der Verwaltung
Neben der Verbesserung unseres Web-Auftritts und des digitalen Zugangs zu den kommunalen Diensten, wollen wir einen sog. „digitalen Zwilling“ unserer lebenswerten Region entwickeln und eine Plattformlösung für die Kommunikation in unseren Kommunen bereitstellen.
Zur Entwicklung und Umsetzung der Maßnahme wird die Kommune mit einem Netzwerk verschiedener Akteurspartner aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie und Kommunen, die bereits in diesem Bereich Erfahrungen sammeln konnten, zusammenarbeiten.
Die Laufzeit dieses Teilprojektes erstreckt sich über den gesamten Projektzeitraum. Die Strategiephase (bis Oktober 2022) werden wir dazu nutzen, um die Projektideen abzustimmen und eine Roadmap für die Umsetzung zu erstellen.

Smarte Daseinsvorsorge

clever & clean

In Fuchstal wie auch in Apfeldorf und Unterdießen haben Bürger*innen und Verwaltung bereits seit geraumer Zeit erkannt, dass die Umsetzung der Energiewende und der in der Agenda 2030 verankerten Klimaschutzsziele nur funktioniert, wenn wir als Kommune hierzu einen massiven Beitrag leisten. Dazu möchte die Smart Region AUF ihren Bürger*innen in der Daseinsvorsorge „clever & clean“ smarte Dienstleistungen bereitstellen.
In der Strategiephase wird der Fokus auf die Entwicklung und Umsetzung eines virtuellen Kraftwerks zur intelligenten und effizienten Sektorenkopplung der bestehenden Energieerzeugungsanlagen gelegt, um ein intelligentes System von Erzeugung, Vermarktung und Nutzung regenerativer Energiequellen einzurichten, die Speicherung des Stroms zu wirtschaftlich sinnvollen Zeiten zu ermöglichen und zudem die Sektoren von Strom und Wärme miteinander zu verbinden.

Darüber hinaus werden gemeinsam mit verschiedenen Akteurspartnern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Technologie Ideen und Grob-Konzepte für weitere Maßnahmen in den Bereichen nachhaltige Energieversorgung, Mobilität und Nahversorgung entwickelt, die in der Umsetzungsphase ab Oktober 2022 weiter ausgearbeitet und realisiert werden sollen.
Zur Ausarbeitung und Umsetzung des virtuellen Kraftwerks und weiterer Maßnahmen im Bereich der „Smarten Daseinsvorsorge“ sind die Gemeinden auf externe Expertise angewiesen. Die Maßnahmen sind komplex und benötigen aus fachlicher Dimension das Know-how von Spezialisten. Zur Unterstützung bei der Erstellung der Strategie und deren Umsetzung wurden bereits und werden auch in Zukunft diverse „Akteurspartnerschaften“ geschlossen, die ausgewählte Experten und Technologiepartner, sowie wissenschaftliche Institute und Hochschulen umfassen.
Die Laufzeit des Projektes erstreckt sich über einen Zeitraum von sieben Jahren, d.h. bis zum Jahr 2027. Die aktuelle Strategiephase läuft bis Oktober 2022. Im Falle des virtuellen Kraftwerks sind die Grundbausteine für eine schnelle Umsetzung bereits durch verschiedene Vorgängerprojekte gesetzt. Nichtsdestotrotz sind noch einige wichtige Punkte offen, welche im weiteren Projektverlauf besprochen, überdacht und umgesetzt werden soll. Weitere Maßnahmen werden in dynamischen Strategieentwicklungsprozesses über verschiedene Formate erarbeitet.

Alle Smart City Maßnahmen sind innovativ-neuartig und intelligent zugeschnitten auf die lokalen Bedürfnisse. Ein solches Innovationspotenzial erfordert die Flexibilität, dynamisch auf neue Erkenntnisse reagieren zu können. Es erfordert Diversität und Anpassungsfähigkeit in den Planungsprozessen, da keine Standardlösungen entwickelt, sondern neue Wege beschritten und im Reallabor getestet werden.

Ideenbox

Gemeinsam Gestalten

Mit der Ideenbox wollen wir jeden dazu ermutigen, unsere Region mitzugestalten. Sie haben nun die Möglichkeit Ihre Ideen einzureichen und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Alle Ideen werden sehr vertraulich behandelt und werden nur anonymisiert verwendet.  

© Copyright – 2022 – ALL RIGHTS RESERVED

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